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25.07.2010, 21:23
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Die Kuh muß zum Veterinär! Beitrag #1
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Die Kuh muß zum Veterinär!
Vor ca. knapp 2 Jahren war bei meiner Q die hintere Felge plötzlich total mit Öl versaut.  Da ich noch Händlergarantie drauf hatte haben die mir den Hinterradantrieb neu abgedichtet (Simmerring) und haben auch ein neues Radlager eingebaut. Als ich heute ne´Runde gefahren bin hörte ich doch da so ein mahlendes Geräusch...  Ich bemühte mich es gekonnt zu ignorieren, schließlich wollte ich freude am fahren!
Daheim dann die Q auf den Hauptständer gestellt (ja ja, Hauptständer ist schwuchtelig aber sehr praktisch) und hab dann mal am Hinterrad gedreht. Shit! Das Radlager klingt wie eine alte Kaffeemühle!  Kann es denn sein, dass so ein Lager nicht mal 6000km hält?  Werde morgen mal beim  anrufen, bin ja gespannt wie die Sache ausgeht...
Gruß Bert
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25.07.2010, 21:46
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Die Kuh muß zum Veterinär! Beitrag #2
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Registriert seit: 11.07.2002
Ort: Frechen
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Zitat:
Zitat von bärtone
Vor ca. knapp 2 Jahren ... auch ein neues Radlager eingebaut. ...
Werde morgen mal beim  anrufen, bin ja gespannt wie die Sache ausgeht...
Gruß Bert
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Dann gib mal Gas.
Auch auf Ersatzteile gibt es die gesetzliche Gewährleistung.
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26.07.2010, 01:54
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Die Kuh muß zum Veterinär! Beitrag #3
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Registriert seit: 13.03.2004
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Mit richtiger Ausdistanzierung/Vorspannung hält das Lager ewig. Mit zuviel Vorspannung eingebaut geht es immer wieder nach ein paartausend Km kaputt. Ich habe schon mehrfach erlebt, das die Hinterachslager ab Werk zu stramm eingepasst waren. Die Vorspannung muss mit den Ausgleichscheiben (unter dem Kugellager) so eingestellt sein, daß es gerade kein Spiel mehr hat. Anzustreben sind 0 Vorspannung bei 0 Spiel. Vorspannung mit Fühlerblattlehre messen zwischen Lagerdeckel und Antriebsgehäuse bei gelösten Deckelschrauben und gelöstem Lagerdeckel (Prellschlag mit Kuststoffhammer). Wenn dickere Lehre als 0,05 mm zwischen passt, ist es viel zu stramm. Die Radnabe muss sich ohne Wellendichtring ganz leicht drehen lassen.
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26.07.2010, 15:13
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Die Kuh muß zum Veterinär! Beitrag #4
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Zitat:
Zitat von vielfahrer
Mit richtiger Ausdistanzierung/Vorspannung hält das Lager ewig. Mit zuviel Vorspannung eingebaut geht es immer wieder nach ein paartausend Km kaputt. Ich habe schon mehrfach erlebt, das die Hinterachslager ab Werk zu stramm eingepasst waren. Die Vorspannung muss mit den Ausgleichscheiben (unter dem Kugellager) so eingestellt sein, daß es gerade kein Spiel mehr hat. Anzustreben sind 0 Vorspannung bei 0 Spiel. Vorspannung mit Fühlerblattlehre messen zwischen Lagerdeckel und Antriebsgehäuse bei gelösten Deckelschrauben und gelöstem Lagerdeckel (Prellschlag mit Kuststoffhammer). Wenn dickere Lehre als 0,05 mm zwischen passt, ist es viel zu stramm. Die Radnabe muss sich ohne Wellendichtring ganz leicht drehen lassen.
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Hm, das überlass ich jetzt mal dem  der schon vor 2 Jahren das Lager gewechselt hat. Der Meister war ganz erstaunt dass das Lager schon wieder hin ist, hat dann gleich in den Computer geschaut und mir dann bestätigt dass es erst vor 5600km gewechselt wurde. Mal sehen, er meinte es wird frühestens anfang nächster Woche...
Boxerlose Grüße
Bert
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30.07.2010, 18:25
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Die Kuh muß zum Veterinär! Beitrag #5
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The Q is back!
So, mein Huftier ist wieder da!  Das letzte mal wurde das Lager am 8. Mai 2008 gewechselt. Also 2 Jahre überschritten. Da ich seitdem nur 5600 km gefahren bin hat sich BMW bereiterklärt mir das Lager kostenlos zu überlassen und bei den Montagekosten hab ich mich mit 50% beteiligt. Fand ich fair - leben und leben lassen! Nur als der Meister dann von mir hörte dass dieses Lager jetzt schon das 4. (in Worten vierte) ist, bei gerade mal 35600 km wurde ihm plötzlich ganz mulmig... 
Mal sehen wie lange das Jetzige hält...
Gruß Bert
Geändert von bärtone (30.07.2010 um 18:26 Uhr)
Grund: Buchstabe vergessen (peinlich, peinlich)
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30.07.2010, 22:37
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Die Kuh muß zum Veterinär! Beitrag #6
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Ohne Worte. Du bist ein guter, treuer Kunde.
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31.07.2010, 04:25
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Die Kuh muß zum Veterinär! Beitrag #7
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@ bärtone
Wenn sie wieder nur das Lager ersetzt haben ohne die Vorspannung/das Spiel mit den Ausgleichscheiben einzustellen, wird es auch nicht länger halten als die Vorherigen. Die meisten Mechaniker vertrauen darauf, daß das Lager ursprünglich richtig eingestellt war. Das ist aber manchmal nicht der Fall und meistens der Grund für den Lagerschaden. Deshalb sollte die Einstellung nach einem Lagerwechsel geprüft werden. Besonders bei einem frühzeitigem Lagerschaden. Wie gesagt, bei richtiger Einstellung hält es "ewig".
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31.07.2010, 18:54
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Die Kuh muß zum Veterinär! Beitrag #8
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Zitat:
Zitat von vielfahrer
@ bärtone
Wenn sie wieder nur das Lager ersetzt haben ohne die Vorspannung/das Spiel mit den Ausgleichscheiben einzustellen, wird es auch nicht länger halten als die Vorherigen. Die meisten Mechaniker vertrauen darauf, daß das Lager ursprünglich richtig eingestellt war. Das ist aber manchmal nicht der Fall und meistens der Grund für den Lagerschaden. Deshalb sollte die Einstellung nach einem Lagerwechsel geprüft werden. Besonders bei einem frühzeitigem Lagerschaden. Wie gesagt, bei richtiger Einstellung hält es "ewig".
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Auf deinen Beitrag hin habe ich den Meister auch nach den Ausgleichsscheiben gefragt, wg. Spiel einstellen und so. Daraufhin erklärte er mir das die Scheiben beim äußeren Lager gebraucht würden, nicht bei dem großen...  Da ich so einen Hinterradantrieb noch nie zerlegt habe kann ich somit da auch nicht mitreden und wollte da auch nicht weiter klugscheißen. 
Ich werd´die Sache mal beobachten und die Werkstatt will sich über die Fahrgestellnummer mal bei BMW kundig machen wann was bei welchem Kilometerstand repariert wurde.
Pannenfreie Grüße
Bert
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01.08.2010, 02:36
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Die Kuh muß zum Veterinär! Beitrag #9
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Registriert seit: 13.03.2004
Ort: lamspringe
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@ bärtone
Das äußere Lager (Kegelrollenlager) besitzt keine Ausgleichscheiben zum einstellen des Spiel's und darf auch keine haben, weil sonst die Lage des Tellerrad's in Bezug zum Antriebsritzel nicht mehr stimmt (Zahnflankenspiel). Dieses Lager wird auch in der Regel nicht defekt und braucht meistens nicht ersetzt werden. Das Lagerspiel (darf kein Spiel haben), bzw. die Vorspannung beider Lager wird ausschließlich mit den Ausgleichsscheiben unter dem inneren Lager (großes Kugellager) eingestellt. Wenn eine Welle (die Radnabe mit Tellerrad ist praktisch eine Welle) zwischen zwei Lagern axiales Spiel hat, ist es im Prinzip egal ob ich rechts oder links ausgleiche, um das Spiel zu beseitigen. Nur eben bei einem Winkeltrieb nicht, weil die Lage des Tellerrad's zum Antriebsritzel nicht verändert werden darf. Hier muss das Spiel tellerradseitig (innen, großes Kugellager) eingestelt werden (Null Spiel, keine Vorspannung) Bei (zuviel) Vorspannung wird das Lager nach kurzer Laufzeit durch zuviel Druck auf die Lagerkugeln/Laufrille zerstört. So wie ich das einschätze, haben sie es wieder nicht richtig gemacht und den Lagerdeckel ohne Nachmessen der Vorspannung eingebaut, so daß das große Kugellager bald wieder kaputt gehen wird. Das Fachwissen des Meisters und wahrscheinlich auch des ausführenden Mechanikers in Getriebetechnik schätze ich sehr gering ein.
Welches Lager war denn defekt, bzw. welche/welches Lager wurde ersetzt?
Es geht eigentlich immer nur das große Lager kaputt (meistens durch Falscheinstellung schon beim Hersteller). Das Kleine (Kegelrollenlager) kann eigentlich nur unter brutalster Falscheinstellung oder durch Schmierungsmangel kaputtgehen. Kegelrollenlager sind extrem belastbar und gehen nur durch extreme Überlastung, Schmierungsmangel oder Verschmutzung durch Staub/Metallspäne und unfachmännischem Einbau kaputt.
Ich hoffe für dich, das meine Pognose in Sachen Lebensdauer falsch ist.
Gruß, Michael
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01.08.2010, 03:44
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Die Kuh muß zum Veterinär! Beitrag #10
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Registriert seit: 07.12.2006
Ort: Hude
Beiträge: 339
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Zitat:
Zitat von vielfahrer
@ bärtone
Das äußere Lager (Kegelrollenlager) besitzt keine Ausgleichscheiben zum einstellen des Spiel's und darf auch keine haben, weil sonst die Lage des Tellerrad's in Bezug zum Antriebsritzel nicht mehr stimmt (Zahnflankenspiel). Dieses Lager wird auch in der Regel nicht defekt und braucht meistens nicht ersetzt werden. Das Lagerspiel (darf kein Spiel haben), bzw. die Vorspannung beider Lager wird ausschließlich mit den Ausgleichsscheiben unter dem inneren Lager (großes Kugellager) eingestellt. Wenn eine Welle (die Radnabe mit Tellerrad ist praktisch eine Welle) zwischen zwei Lagern axiales Spiel hat, ist es im Prinzip egal ob ich rechts oder links ausgleiche, um das Spiel zu beseitigen. Nur eben bei einem Winkeltrieb nicht, weil die Lage des Tellerrad's zum Antriebsritzel nicht verändert werden darf. Hier muss das Spiel tellerradseitig (innen, großes Kugellager) eingestelt werden (Null Spiel, keine Vorspannung) Bei (zuviel) Vorspannung wird das Lager nach kurzer Laufzeit durch zuviel Druck auf die Lagerkugeln/Laufrille zerstört. So wie ich das einschätze, haben sie es wieder nicht richtig gemacht und den Lagerdeckel ohne Nachmessen der Vorspannung eingebaut, so daß das große Kugellager bald wieder kaputt gehen wird. Das Fachwissen des Meisters und wahrscheinlich auch des ausführenden Mechanikers in Getriebetechnik schätze ich sehr gering ein.
Welches Lager war denn defekt, bzw. welche/welches Lager wurde ersetzt?
Es geht eigentlich immer nur das große Lager kaputt (meistens durch Falscheinstellung schon beim Hersteller). Das Kleine (Kegelrollenlager) kann eigentlich nur unter brutalster Falscheinstellung oder durch Schmierungsmangel kaputtgehen. Kegelrollenlager sind extrem belastbar und gehen nur durch extreme Überlastung, Schmierungsmangel oder Verschmutzung durch Staub/Metallspäne und unfachmännischem Einbau kaputt.
Ich hoffe für dich, das meine Pognose in Sachen Lebensdauer falsch ist.
Gruß, Michael
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Moin
Vielfahrer Du hast Recht!
Das ist eine sehr sensible Technik.
Vor Lichtjahren am Salzburgring hatte ich im Rennfieber, ohne beim schalten die Kupplung zu ziehen, die Verzahnung in meinem Hinterachsantrieb ( Kegel-Tellerrad ) abgeraspelt. 
Quasi Zahnlos gemacht! 
(Moto Guzzi V7 Sport)
Mit dem Kumpelmotorrad, R 90S, nach München und alles inkl.. Passscheiben ohne Ende, neu gekauft.
( bei Motorrad Narr )
Auf dem Campingplatz bis 3Uhr nachts dann per Taschenlampe Zelt alles zusammen geschraubt.
Dabei haben wir mit Kreide das Tellerrad-Kegelrad eingestellt.
Die verschiedenen Passscheiben wurden solange ausprobiert, bis der Kreide-Abrieb auf den Zahnflanken gleichmäßig abgetragen war.
Leider wurde dann das Gehäuse ohne Drehmomentschlüssel und nur nach Gefühl, zusammen gebaut!
Dann bin ich, mit einem guten „feeling“ im Bauch, wieder Richtung Norden gefahren.
Nach 1500Km war alles wieder Asche.
Zahnausfall am Endantreib. 
Alleine die gefühlten und falschen Anzugsmomente, wirkten auf diese empfindlichen Teile soviel aus, das alles wieder schnell zu Kernschrott verarbeitet wurde, bevor es eingefahren war.
Das ist sehr hohe Schrauberschule , die heute fast keiner mehr beherrscht.
Habe mir nach dem Desaster einen gebrauchten kompletten Antrieb besorgt.
Der hielt dann noch bis zum Verkauf,
( 35000km später)
Tschüss König
.
Geändert von König (01.08.2010 um 09:40 Uhr)
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